Am Donnerstag, dem 25. Juni 2026, dem vorletzten Schultag des Schuljahres 2025/26, traf sich die Berufsschulklasse 1BM1 um 10 Uhr mit ihrem Klassenlehrer Herrn Janke am ZKM. Zeitgleich fand im Foyer des Zentrums für Kunst und Medien das Customer Centricity Forum statt, wodurch der Weg zur Garderobe etwas lebhafter war. Das Forum befasste sich mit Kundenzentrierung und Digitalisierung – Themen, die für viele Unternehmen relevant sind und einige Schülerinnen und Schüler möglicherweise später im Beruf begleiten werden.
Nachdem die Wertsachen sicher in den Spinden verstaut worden waren, führte der Weg durch die Halle der Staatlichen Hochschule für Gestaltung. Dort war eine Gruppe Studierender gemeinsam mit einer Dozentin um einen Tisch versammelt und hielten ein Seminar ab. Bei den Ausstellungen angekommen, teilte sich die Klasse in kleinere Gruppen auf und erkundete die Kunstwerke in den Lichthöfen 1 und 2 auf verschiedenen Etagen.

Zu den Ausstellungen gehörte „The Story That Never Ends.“, eine Sammlung diverser Medienkunstwerke des ZKM. Bereits beim Betreten des zweiten Lichthofs fiel eine Installation mit etwa einem Dutzend roter Kleider auf. Diese drehten sich zeitversetzt um ihre eigene Achse und wirkten dadurch beinahe gespenstisch. Die sichtbare mechanische Konstruktion nahm der Installation zwar etwas von ihrem Geheimnis, nicht aber von ihrer Faszination. Neben diesem Ausstellungsstück gab es noch viele weitere faszinierende Werke, darunter eine Arbeit mit vielen kleinen, ameisenähnlichen Pixeln, die die Silhouetten beziehungsweise Schatten vorbeigehender Besucherinnen und Besucher nachbildeten.


Auf der Erdgeschossebene in Richtung Lichthof 1 war die Fernsehausstellung „Der Fernseher als Galerie“ zu sehen. Auf mehreren kleinen Bildschirmen liefen fortwährend unterschiedliche, teilweise experimentelle Videoaufnahmen in Schwarz-Weiß. Die Ende der 1960er-Jahre entstandenen Werke zählen zu den frühen Beispielen dieser Kunstform und gelten als Pionierarbeit der Medienkunst. Für geduldige Beobachterinnen und Beobachter lohnt es sich, bei den einzelnen Bildschirmen länger zu verweilen, da immer wieder neue Bilder und Eindrücke zu entdecken sind.
Auf der ersten und zweiten Etage befand sich die nach Epochen und Stilrichtungen geordnete Sammlungspräsentation „See You“ der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe. Während der Sanierungsarbeiten an ihrem eigenen Gebäude war die Ausstellung im zweiten Lichthof des ZKM untergebracht. Über Epochen hinweg vermittelte die vielfältige und ästhetisch ansprechende Ausstellung anhand von Gemälden und Skulpturen Einblicke in die westeuropäische Kunst-, Gesellschafts- und Kulturgeschichte.
Nach einiger Zeit versammelte sich die Klasse wieder. Unter der Anleitung von Herrn Janke ging es zur Konzeptausstellung „MARS!“ im neunten Lichthof. Sie setzte sich mit der Frage auseinander, wie die Besiedlung des Mars als gemeinschaftlich-demokratisches Projekt und als möglicher Neuanfang einer Gesellschaft gestaltet werden könnte. Dort konnten die Schülerinnen und Schüler die Bereiche frei erkunden, die sie besonders interessierten. Von interaktiven Ideeneinreichungen von Groß und Klein in Form selbst gemalter Bilder über Gesteinsproben bis hin zu Videospielen gab es viel zu entdecken, auszuprobieren und zu reflektieren.
Ab 13 Uhr konnten die Schülerinnen und Schüler selbst entscheiden, ob sie noch im ZKM bleiben oder den Heimweg antreten wollten. Dadurch gestaltete sich der Abschluss des Ausflugs individuell. Insgesamt bot der Vormittag der Klasse 1BM1 vielfältige Einblicke in Medienkunst sowie in gesellschaftliche und technologische Fragestellungen.