- zur 20. nationalen Ehrung der bundesbesten Auszubildenden am 8. Dezember 2025.
Jeses Jahr im Dezember werden in der Hauptstadt die Auszubildenden geehrt, die als Jahrgangsbeste ihre Ausbildung beendet haben.
Unter den rund 200 erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen aus ganz Deutschland waren gleich zwei Schülerinnen unserer EBS ganz vorne dabei.
Neben Joana Scheer (bundesbeste Sport- und Fitnesskauffrau) stand unsere Schülerin Isabeau Winkler ebenfalls auf dem Siegertreppchen: Sie erreichte das bundesweit beste Ergebnis als Personaldienstleistungskauffrau – und das, obwohl sie den Turbo eingelegt hat und ihre Ausbildung um ein Jahr verkürzt hat!


Isabeau nahm sich Zeit für ein Interview:
Herzlichen Glückwunsch zu diesem Super-Abschluss!
Du gehörst zu den deutschlandweit jahrgangsbesten Azubis, die ihre Ausbildung mit Bestleistungen abgeschlossen haben.
Du hast eine Ausbildung zur Personaldienstleistungskauffrau gemacht. Wie kamst du auf deinen Ausbildungsberuf?
Ich habe mich schon immer für den Bereich Personal interessiert. Vor der Ausbildung habe ich ein Studium angefangen, welches mir aber nicht gefallen hatte, da ich gerne mein Erlerntes direkt mit der Praxis verknüpfe. Somit habe ich auf Ausbildung.de nach Ausbildungen geschaut und bin dann auf diese gestoßen. Zwei Freundinnen haben diese Ausbildung auch absolviert, weshalb ich mich mit ihnen zusammengesetzt habe und über die Ausbildung gesprochen habe. Der Inhalt hat mir sehr zugesagt und somit habe ich mich auf die Stelle beworben.
Was hat dir am besten an deiner Ausbildung gefallen? Und was gar nicht?
Es gibt ein breites Spektrum, was mir an der Ausbildung gefallen hat, basierend darauf, dass es sehr abwechslungsreiche Tätigkeiten sind und jeder Tag anders aussieht. Was mir besonders gefällt, man sieht hier, was man leistet. Man sieht die glücklichen Gesichter, wenn wir einen passenden Betrieb für jemanden gefunden haben, natürlich auch kundenseitig, wenn wir passendes Personal für ein Unternehmen akquiriert haben. Man lernt jeden Tag verschiedene Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen kennen und sieht auf der anderen Seite, wie verschiedenste Dinge produziert werden, bevor z.B. ein fertigtes Auto entsteht.
Ich denke, in jedem Job gibt es auch Aufgaben, die man nicht so gerne macht. Bei mir war es die Kaltakquise, da die Zeitarbeit bei vielen leider immer noch einen eher schlechteren Ruf hat. Da war es manchmal auch ermüdend, wenn man schon die fünfte Firma war, die das Unternehmen kontaktiert hatte und dementsprechend abgewimmelt wurde.
Dein Ausbildungsbetrieb ist in Landau, wo wohnst du?
Ich wohne in Diedesfeld, einem kleinem Dorf, es gehört zu Neustadt an der Weinstraße.
Wie lange warst du an deinen Schultagen unterwegs von dir zuhause bis zur Schule?
Puh, wenn da diese Rheinbrücke oder die etlichen Baustellen in Karlsruhe nicht wären… An guten Tagen habe ich es in 40 Minuten geschafft, aber da musste ich echt Glück haben. Meistens habe ich ein bis ein-einhalb Stunden gebraucht und wenn ich viel Pech hatte, bin ich locker zwei Stunden gefahren.
Wie kam es, dass du deine duale Ausbildung “bundesland-übergreifend“ absolviert hast?
Alle Azubis der ersten reserve sind bisher zur Engelbert-Bohn-Schule gegangen, zumal es sonst nur die Schule in Mannheim gäbe, was entsprechend auch bundeslandübergreifend gewesen wäre und vom Fahrtweg vermutlich nicht sonderlich viel Unterschied gemacht hätte. Da ist es natürlich sinnvoll, dann an die Schule zugehen, die bereits bekannt ist und mit der die erste reserve ja auch sehr zufrieden ist. Auch ich bin sehr froh, dass ich zur EBS gehen konnte. Bezüglich meines Ausbildungsbetriebes – zu dieser Zeit wurde lediglich in Landau und Offenburg ein Azubi gesucht, weshalb ich natürlich Landau wählte, da der Standort von meinem zu Hause lediglich 20 Minuten entfernt ist.
Wie hast du den Augenblick erlebt, als du deine Prüfungsergebnisse erfahren hast?
Das weiß ich tatsächlich noch ganz genau – ich hatte zu dem Zeitpunkt einen Abteilungstausch im Marketing und musste demnach in die Niederlassung nach Karlsruhe. Ich stand gerade auf der Rheinbrücke und habe über den Display im Auto eine Nachricht von Eva bekommen, (eine Klassenkameradin, die auch verkürzt hat), in der sie schrieb, dass die Ergebnisse (der schriftlichen Prüfung) da sind. Da ich ja aber im Auto war, konnte ich die Ergebnisse nicht direkt einsehen und hatte sogar überlegt, irgendeine frühere Abfahrt zu nehmen, um anzuhalten, weil ich so neugierig war. Ich bin dann doch weitergefahren, da ich ja zur Arbeit musste, aber das Erste, was ich gemacht habe, als ich im Parkhaus ankam, war meine Mails zu checken. Ich spüre jetzt noch die Aufregung. Das Gefühl war überwältigend und daraufhin ging direkt ein Screenshot der Ergebnisse an meine Mama und an Klassenkameraden. Im Büro angekommen bin ich direkt zu meiner Ausbildungsleitung und Geschäftsführerin gegangen.
Die Ergebnisse der mündlichen Prüfung bzw. das Resultat, ob man bestanden hat oder nicht, erhält man ja direkt im Anschluss der Prüfung bzw. mit kurzer Wartezeit, während sich die Prüfer besprechen. Allerdings hat sich diese Zeit wie eine Ewigkeit angefühlt und ich bin den Flur auf- und abgelaufen. Voller Aufregung bin ich dann wieder zurück in den Prüfungsraum mit dem Resultat, dass ich bestanden hatte – und den Worten des IHK-Prüfungsausschusses, dass sie hoffen „dass ich der Branche noch lange erhalten bleibe“. Es hat sich super angefühlt. Ich habe natürlich direkt wieder ein Bild an meine Eltern geschickt.
Die Punktzahl habe ich erhalten, als ich bei meiner Kollegin zu Besuch war, die sich zu dem Zeitpunkt leider im Krankenstand befand. Dass ich die mündliche Prüfung mit 100 Punkten absolviert habe, war überwältigend.
Auch die Ergebnisse dann im Gesamtbild in Form des IHK-Prüfungszeugnisses und die Zeugnisverleihung an der Berufsschule, waren wirklich schöne Momente.
Wurde dir da sofort bewusst, dass du eine „Besten-Azubine“ bist?
Nein, tatsächlich nicht. Ich habe es zwar gehofft und es war auch tatsächlich mein Jahresziel für 2025, aber in dem Moment war es mir noch nicht bewusst.
Die IHK Pfalz feierte die besten Azubis am 12.11.25 in Mutterstadt. Wie hast du die Feier erlebt?
Die Feier war wirklich schön gestaltet, mit Showacts zwischendurch, einem gemeinsamen Essen im Anschluss und natürlich der Teil der Ehrung. Besonders schön war, dass bei Überreichung des Pokals und der Urkunde, jedem Prüfling ein persönlicher Spruch mitgegeben wurde.
Gefeiert habe ich zusammen mit meiner Geschäftsführerin, der Ausbildungsleitung und meiner Mama.
Dann ging es weiter nach Berlin zur nationalen Bestenehrung – Die DIHK (Deutsche Industrie- und Handelskammer) zeichnete die 211 Jahrgangsbesten aus ganz Deutschland aus.
Wie war für dich der Abend im Estrel Center Berlin?
Der Abend war wirklich wunderschön. Begleitet von dem Moderator Thore Schölermann, dessen Moderation wirklich top war, der mit dem ein oder anderen Spruch zwischendurch das Publikum zum Lachen gebracht hat und natürlich auch die Ansprache des IHK-Präsidenten Peter Adrian und die Worte der Bundesministerin für Bildung, Karin Prien.
Was war für dich der schönste Moment des Abends?
Als alle Azubis gemeinsam auf der Bühne standen und natürlich als uns persönlich die Urkunde überreicht wurde. Ganz klar zählte aber auch dazu, den Abend mit meinem Papa und einem Freund zu verbringen. Wir haben zusammen gefeiert, gelacht, getanzt und natürlich im Anschluss die Hotelbar unsicher gemacht, mit vielen anderen Azubis, Familien, Mitarbeitern der IHK und vielen mehr.
Natürlich aber auch zu realisieren, dass ich mein Ziel erreicht habe.
Welchen Weg hast du im Anschluss an deine Ausbildung eingeschlagen?
Ich habe im Februar 2025 schon ein Gespräch mit Laura (Geschäftsführerin) geführt, in dem es um den Weg nach der Ausbildung ging, wobei wir uns schnell einig wurden – ich bleibe bei der ersten reserve. Demnach bin ich dort nun als Personalreferentin tätig.
Was sind deine Pläne für die Zukunft?
Ich hatte schon immer geplant meinen Betriebswirt zu machen, davor muss aber natürlich der Fachwirt her. Von der SBB (Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung) habe ich ein Angebot für ein Weiterbildungsstipendium erhalten, worauf ich mich auch beworben habe. Demnach habe ich mich für den Wirtschaftsfachwirt entschieden. Im ersten Quartal 2026 bekomme ich Feedback, ob ich das Stipendium erhalte.
Wie kam es, dass du so eine Turboausbildung mit der Verkürzung um ein komplettes Jahr gemacht hast?
Mein eigener Anspruch an mich selbst, besser gesagt – mein Ego. 😊
Ich hatte ja bereits ein Studium angefangen, was mir nicht gefallen hat, und die Exmatrikulation ist mir nicht leicht gefallen. Auch nicht, es meinen Eltern und meinem Umfeld zu sagen, weil es sich angefühlt hat, als würde ich versagen. Heute kann ich sagen, ich würde es immer wieder so machen. Man braucht keine Angst zu haben, weil man das machen sollte, was einem gefällt. Natürlich haben meine Eltern und mein Umfeld es gut aufgenommen und mich bei allem unterstützt, wofürich auch sehr dankbar bin.
Dennoch war es das Ziel, was ich mir selbst gesetzt hatte, dementsprechend habe ich auch gelernt und alles gegeben, dass ich es erreiche und heute kann ich sagen, dass ich wirklich stolz auf mich bin und ich weiß, dass ich das vor der Ausbildung noch nicht über mich sagen konnte.
Hierbei muss man aber auch nochmal erwähnen, dass es ohne meinen Ausbildungsbetrieb, der mir viel Vertrauen geschenkt hat, und ganz besonders ohne die Lehrer der EBS nicht möglich gewesen wäre. Die Prüfungsvorbereitung, der Unterricht, die ermutigenden Worte, das Mitfiebern und vieles mehr.
Jedem Azubi wünsche ich so eine tolle Schule (auch wenn die Jalousien mal ein Upgrade gebrauchen könnten 😊) und vor allem so tolle Lehrer. Ich bin dankbar um jeden einzelnen, der mich auf der Reise begleitet hat.